Trockenfutter für Hunde – Zusammensetzung, Herstellung und Auswahl
Trockenfutter gehört zu den verschiedenen Möglichkeiten, einen Hund zu ernähren. Doch auch hier zeigt ein Blick auf unterschiedliche Produkte schnell: Trockenfutter ist nicht gleich Trockenfutter. Rezepturen unterscheiden sich unter anderem bei den verwendeten tierischen und pflanzlichen Zutaten, den Proteinquellen, dem Fleischanteil und der Art der Herstellung.
Auch Angaben wie Monoprotein, getreidefrei, frisches Fleisch oder getrocknete tierische Bestandteile begegnen Hundehaltern bei der Auswahl immer wieder. Hinzu kommen die analytischen Bestandteile wie Rohprotein, Fettgehalt, Rohfaser und Rohasche, deren Bedeutung auf den ersten Blick nicht immer eindeutig ist.
Eine wichtige Orientierung bietet deshalb die Deklaration auf der Verpackung. Sie zeigt unter anderem, welche Zutaten verwendet wurden, welche analytischen Bestandteile angegeben sind und für welchen Verwendungszweck das jeweilige Futter vorgesehen ist.
In diesem Ratgeber erklären wir Schritt für Schritt, wie Trockenfutter aufgebaut ist, was hinter den verschiedenen Angaben steckt und wie sich unterschiedliche Trockenfutterkonzepte voneinander unterscheiden. Außerdem schauen wir uns die Herstellungsverfahren, die Fütterungsmenge, die Umstellung auf ein anderes Futter und die richtige Lagerung an.
Dabei geht es nicht darum, ein bestimmtes Trockenfutter oder Fütterungskonzept als das richtige vorzugeben. Hunde, ihre Lebenssituationen und die Vorstellungen ihrer Halter sind unterschiedlich. Dieser Ratgeber soll dir deshalb vor allem dabei helfen, Angaben auf Trockenfutter besser zu verstehen und verschiedene Produkte selbst einordnen zu können.
Was ist Trockenfutter für Hunde?
Trockenfutter ist eine Form der Hundefütterung, bei der die verwendeten Zutaten zu einem Futter mit vergleichsweise geringem Feuchtigkeitsgehalt verarbeitet werden. Dieser liegt bei vielen Trockenfuttern bei unter zehn Prozent. Je nach Herstellungsverfahren entstehen dabei beispielsweise Kroketten in unterschiedlichen Größen und Formen.
Die Zusammensetzung kann sich von Produkt zu Produkt deutlich unterscheiden. Verwendet werden können tierische und pflanzliche Zutaten, Fette und Öle sowie Mineralstoffe und weitere Bestandteile.
Die meisten klassischen Trockenfutter für Hunde werden als Alleinfuttermittel angeboten. Ob ein bestimmtes Produkt tatsächlich ein Alleinfuttermittel ist, lässt sich an der entsprechenden Kennzeichnung auf der Verpackung erkennen.
Welche Arten von Trockenfutter für Hunde gibt es?
Trockenfutter für Hunde wird in unterschiedlichen Varianten angeboten. Unterschiede bestehen unter anderem bei der Zusammensetzung, den verwendeten Proteinquellen, der Rezeptur und dem Herstellungsverfahren.
So gibt es beispielsweise Trockenfutter mit einer oder mehreren tierischen Proteinquellen, aber auch vegetarische Rezepturen. Weitere Unterschiede bestehen etwa darin, ob Getreide enthalten ist und welche pflanzlichen Zutaten verwendet werden. Als Kohlenhydratquellen können beispielsweise Kartoffeln, Süßkartoffeln, Reis oder andere pflanzliche Bestandteile eingesetzt werden.
Darüber hinaus werden Trockenfutter für verschiedene Lebensphasen und Anforderungen angeboten, etwa für Welpen und Junghunde, ausgewachsene Hunde oder Senioren. Die genaue Zusammensetzung und der vorgesehene Verwendungszweck lassen sich der jeweiligen Produktdeklaration entnehmen.
Auch bei der Herstellung gibt es Unterschiede. Zu den bekannten Verfahren gehören beispielsweise Extrusion und Kaltpressung. Wie diese Verfahren funktionieren und worin sie sich unterscheiden, erklären wir später in diesem Ratgeber genauer.
Alleinfuttermittel oder Ergänzungsfuttermittel – was ist der Unterschied?
Bei Trockenfutter ist nicht nur die Zusammensetzung wichtig. Auch die Kennzeichnung als Alleinfuttermittel oder Ergänzungsfuttermittel gibt Auskunft darüber, für welchen Verwendungszweck ein Produkt vorgesehen ist.
Ein Alleinfuttermittel ist aufgrund seiner Zusammensetzung dafür vorgesehen, bei bestimmungsgemäßer Fütterung den täglichen Nährstoffbedarf des Hundes zu decken. Es kann entsprechend der Fütterungsempfehlung als alleinige Futtergrundlage eingesetzt werden.
Ein Ergänzungsfuttermittel ist dagegen aufgrund seiner Zusammensetzung nicht dafür vorgesehen, allein die gesamte tägliche Ration abzudecken. Es wird zusammen mit anderen Futtermitteln beziehungsweise als Ergänzung der Fütterung eingesetzt.
Ob ein Trockenfutter als Allein- oder Ergänzungsfuttermittel angeboten wird, lässt sich an der Deklaration auf der Verpackung erkennen. Gerade deshalb lohnt es sich, diese Angabe beim Vergleich verschiedener Produkte zu beachten.
Wichtig: Die Kennzeichnung als Allein- oder Ergänzungsfuttermittel beschreibt den vorgesehenen Verwendungszweck und ist für sich allein kein Qualitätsurteil.
Die Deklaration richtig lesen – was steht auf der Trockenfutter-Verpackung?
Die Deklaration eines Trockenfutters liefert wichtige Informationen darüber, was im Futter enthalten ist, wie es zusammengesetzt ist und für welchen Verwendungszweck es vorgesehen ist. Dabei lohnt es sich, nicht nur einzelne hervorgehobene Angaben auf der Verpackung zu betrachten, sondern die gesamte Kennzeichnung.
Unter „Zusammensetzung“ werden die verwendeten Zutaten aufgeführt. Werden einzelne Zutaten mit ihren spezifischen Bezeichnungen aufgeführt, erfolgt ihre Angabe grundsätzlich in absteigender Reihenfolge ihres Gewichtsanteils. Je nach Deklarationsform können Zutaten auch zu Gruppen zusammengefasst werden.
Daneben finden sich die analytischen Bestandteile, beispielsweise Rohprotein, Fettgehalt, Rohfaser und Rohasche. Sie beschreiben bestimmte messbare Bestandteile des Futters, sagen für sich allein jedoch noch nicht aus, aus welchen Zutaten diese stammen.
Zusätzlich können Zusatzstoffe angegeben sein. Dazu gehören beispielsweise ernährungsphysiologische Zusatzstoffe wie bestimmte Vitamine und Spurenelemente.
Auch die Fütterungsempfehlung gehört zu den wichtigen Angaben auf der Verpackung. Sie gibt eine Orientierung, welche Futtermenge der Hersteller in Abhängigkeit beispielsweise vom Körpergewicht des Hundes vorsieht. Da der individuelle Bedarf eines Hundes unterschiedlich sein kann, handelt es sich dabei um einen Richtwert.
Die Kennzeichnung gibt außerdem Auskunft über die Futtermittelart. So lässt sich erkennen, ob ein Produkt beispielsweise als Alleinfuttermittel oder Ergänzungsfuttermittel vorgesehen ist. Was diese beiden Bezeichnungen bedeuten, haben wir im vorherigen Abschnitt genauer erklärt.
Gerade bei Trockenfutter ist außerdem wichtig, Angaben wie „frisches Fleisch“ oder „getrocknetes Fleisch“ richtig einzuordnen. Durch den unterschiedlichen Wassergehalt lassen sich solche Prozentangaben nicht ohne Weiteres direkt miteinander vergleichen. Darauf gehen wir im nächsten Abschnitt genauer ein.
Fleischanteil, frisches Fleisch und getrocknete Fleischbestandteile
Angaben zum Fleischanteil bei Trockenfutter sollten immer im Zusammenhang mit der jeweiligen Deklaration betrachtet werden. Besonders wichtig ist dabei der Unterschied zwischen frischen und bereits getrockneten Zutaten.
Frisches Fleisch enthält von Natur aus einen hohen Anteil Wasser. Während der Herstellung von Trockenfutter wird ein großer Teil dieser Feuchtigkeit entzogen. Wird beispielsweise frisch zubereitetes Fleisch mit einem bestimmten Prozentanteil in der Zusammensetzung angegeben, bezieht sich diese Menge auf die eingesetzte Zutat mit ihrem ursprünglichen Wassergehalt.
Bei getrockneten Fleischbestandteilen wurde dagegen bereits vor ihrem Einsatz ein großer Teil des Wassers entfernt. Deshalb lassen sich beispielsweise 30 % frisches Fleisch und 30 % getrocknete Fleischbestandteile nicht miteinander gleichsetzen.
Auch die Position einer frischen Zutat in der Zutatenliste sollte vor diesem Hintergrund betrachtet werden. Durch den Wasserverlust während der Verarbeitung verändert sich ihr Gewichtsanteil im fertigen Trockenfutter.
Ein hoher angegebener Fleischanteil allein sagt deshalb noch nicht aus, wie die gesamte Rezeptur zusammengesetzt ist oder wie ein Trockenfutter insgesamt einzuordnen ist. Dafür sollten Zusammensetzung, Art der verwendeten Zutaten und analytische Bestandteile gemeinsam betrachtet werden.
Analytische Bestandteile im Trockenfutter verstehen
Auf der Verpackung eines Trockenfutters werden neben der Zusammensetzung auch die analytischen Bestandteile angegeben. Dazu gehören insbesondere Rohprotein, Fettgehalt, Rohfaser und Rohasche. Je nach Produkt können weitere Werte wie Feuchtigkeit, Calcium und Phosphor aufgeführt sein.
Rohprotein bezeichnet den analytisch bestimmten Gehalt an stickstoffhaltigen Verbindungen. Der Wert allein zeigt jedoch nicht, aus welchen tierischen oder pflanzlichen Zutaten das Protein stammt.
Der Fettgehalt gibt den analytisch ermittelten Anteil an Fetten und fettlöslichen Bestandteilen an. Rohfaser umfasst bestimmte schwer oder nicht verdauliche pflanzliche Bestandteile.
Rohasche bezeichnet den Anteil an anorganischen Bestandteilen, der nach vollständiger Verbrennung einer Futterprobe zurückbleibt. Dazu gehören unter anderem Mineralstoffe. Der Wert sagt für sich allein nicht aus, welche einzelnen Mineralstoffe enthalten sind.
Die Feuchtigkeit gibt den Wassergehalt des Futters an. Bei Trockenfutter ist dieser im Vergleich zu Nassfutter deutlich geringer.
Die analytischen Bestandteile ermöglichen es, verschiedene Trockenfutter hinsichtlich dieser Werte miteinander zu vergleichen. Sie sollten jedoch nicht isoliert als Qualitätsmerkmal betrachtet werden, sondern immer zusammen mit der Zusammensetzung und den weiteren Angaben zum jeweiligen Futter.
Monoprotein und verschiedene Proteinquellen im Trockenfutter
Trockenfutter kann eine oder mehrere tierische Proteinquellen enthalten. Werden beispielsweise Huhn, Rind und Fisch gemeinsam eingesetzt, stammen die tierischen Proteine aus unterschiedlichen Quellen.
Bei einem Monoprotein-Trockenfutter wird dagegen in der Regel nur eine Tierart als tierische Proteinquelle verwendet. Dabei sollte die vollständige Zusammensetzung betrachtet werden, denn auch tierische Fette, Brühen oder andere tierische Bestandteile können für die Einordnung relevant sein.
Monoprotein bedeutet nicht, dass das Trockenfutter ausschließlich aus Fleisch besteht. Zusätzlich können beispielsweise Kartoffeln, Reis, Gemüse, Öle, Mineralstoffe und weitere pflanzliche Bestandteile enthalten sein.
Auch ist Monoprotein nicht automatisch mit hypoallergen gleichzusetzen. Entscheidend ist nicht nur die Anzahl der Proteinquellen, sondern auch, welche Proteinquelle tatsächlich verwendet wird.
Für einen gesunden Hund ist Monoprotein nicht grundsätzlich notwendig und auch nicht automatisch hochwertiger als ein bedarfsgerecht zusammengesetztes Futter mit mehreren Proteinquellen.
Welche tierischen Proteinquellen tatsächlich enthalten sind, lässt sich deshalb am besten anhand der vollständigen Deklaration beurteilen.
Trockenfutter mit und ohne Getreide
Trockenfutter für Hunde wird sowohl mit Getreide als auch getreidefrei angeboten. Zu den verwendeten Getreidearten können beispielsweise Reis, Mais, Weizen, Gerste, Hafer oder Hirse gehören.
Getreide liefert unter anderem Stärke. Damit Stärke vom Hund genutzt werden kann, spielt auch ihre Verarbeitung eine Rolle. Getreide ist deshalb nicht grundsätzlich ungeeignet oder schlechter als andere pflanzliche Zutaten.
Bei getreidefreien Trockenfuttern werden häufig andere Stärke- und Kohlenhydratquellen eingesetzt, beispielsweise Kartoffeln, Süßkartoffeln oder Erbsen. Getreidefrei bedeutet daher nicht automatisch, dass ein Trockenfutter kohlenhydratarm ist.
Auch die Bezeichnung „getreidefrei“ ist für sich allein kein Qualitätsmerkmal. Ebenso lässt sich ein getreidehaltiges Trockenfutter nicht allein aufgrund des enthaltenen Getreides beurteilen.
Entscheidend ist vielmehr die gesamte Zusammensetzung des Futters und wie die verwendeten Zutaten zur jeweiligen Rezeptur beitragen.
Wie wird Trockenfutter hergestellt?
Für die Herstellung von Trockenfutter gibt es unterschiedliche Verfahren. Zu den bekanntesten gehören Extrusion, Kaltpressung und Backen. Die Verfahren unterscheiden sich unter anderem darin, wie die Zutaten verarbeitet, geformt und erhitzt werden.
Extrudiertes Trockenfutter
Bei der Extrusion werden die vorbereiteten und vermischten Zutaten in einem Extruder unter Druck und Wärmeeinwirkung verarbeitet. Anschließend wird die Futtermasse durch eine formgebende Öffnung gepresst, wodurch die typischen Kroketten entstehen.
Durch die Kombination aus Feuchtigkeit, Druck und Wärme werden dabei unter anderem die enthaltenen Stärkequellen aufgeschlossen. Nach der eigentlichen Extrusion folgen je nach Herstellungsverfahren weitere Schritte wie Trocknung und Kühlung. Fette, Öle oder bestimmte Zusatzstoffe können anschließend auf die Kroketten aufgebracht werden. Dieser Vorgang wird als Coating bezeichnet.
Kaltgepresstes Trockenfutter
Bei der Kaltpressung werden die vorbereiteten und zerkleinerten Zutaten miteinander vermischt und anschließend unter hohem Druck durch eine Matrize gepresst. Dadurch entstehen die charakteristischen Pellets.
Die Bezeichnung „kaltgepresst“ bedeutet dabei nicht, dass während der Herstellung überhaupt keine Wärme entsteht. Durch den Druck und die Reibung beim Pressvorgang entwickelt sich ebenfalls Wärme. Im Unterschied zur Extrusion wird beim eigentlichen Pressvorgang jedoch üblicherweise keine vergleichbar starke zusätzliche Erhitzung eingesetzt.
Gebackenes Trockenfutter
Bei gebackenem Trockenfutter werden die Zutaten zu einer Futtermasse beziehungsweise einem Teig verarbeitet, geformt und anschließend gebacken.
Wie beim Backen von Lebensmitteln sorgen Zeit und Temperatur dafür, dass die Zutaten verarbeitet und die Kroketten getrocknet werden. Die genaue Temperatur und Dauer können sich je nach Hersteller und Herstellungsverfahren unterscheiden.
Welches Herstellungsverfahren ist besser?
Alle drei Verfahren können zur Herstellung von Trockenfutter eingesetzt werden. Aus der Bezeichnung extrudiert, kaltgepresst oder gebacken lässt sich allein noch nicht ableiten, wie ein Trockenfutter insgesamt zu beurteilen ist.
Neben dem Herstellungsverfahren spielen auch die verwendeten Zutaten, die Zusammensetzung, die Nährstoffversorgung und die individuelle Verträglichkeit eine Rolle. Deshalb sollte das Herstellungsverfahren als ein Merkmal des jeweiligen Trockenfutters betrachtet werden und nicht als alleiniges Qualitätskriterium.
Wie viel Trockenfutter braucht ein Hund?
Wie viel Trockenfutter ein Hund täglich benötigt, lässt sich nicht allein anhand seines Körpergewichts festlegen. Die passende Futtermenge hängt unter anderem vom Alter, der Aktivität, der körperlichen Verfassung und vom Energiegehalt des jeweiligen Trockenfutters ab.
Eine erste Orientierung bietet deshalb die Fütterungsempfehlung des Herstellers. Die dort angegebenen Mengen sind Richtwerte und können je nach individuellem Bedarf des Hundes angepasst werden.
Pauschale Angaben wie „1 bis 1,5 % des Körpergewichts“ sind nur bedingt übertragbar. Trockenfutter können sich in ihrem Energiegehalt deutlich unterscheiden. Ein Hund kann deshalb von zwei verschiedenen Futtersorten unterschiedliche Mengen benötigen, obwohl sein Körpergewicht gleich bleibt.
Auch Leckerlis, Kauartikel und andere zusätzliche Futtermittel sollten bei der täglichen Futtermenge berücksichtigt werden, da sie ebenfalls Energie liefern.
Bei einem Wechsel auf ein anderes Trockenfutter sollte die bisherige Grammzahl daher nicht automatisch übernommen werden. Stattdessen empfiehlt es sich, zunächst die Fütterungsempfehlung des neuen Futters als Orientierung zu verwenden und die weitere Entwicklung des Hundes zu beobachten.
Entscheidend ist also nicht nur, wie viele Gramm im Napf landen, sondern wie viel Energie der Hund mit dieser Futtermenge tatsächlich aufnimmt.
Trockenfutter richtig umstellen
Soll ein Hund ein anderes Trockenfutter bekommen, kann eine schrittweise Futterumstellung sinnvoll sein. Häufig wird dafür ein Zeitraum von etwa 7 bis 10 Tagen gewählt. Bei empfindlichen Hunden kann die Umstellung auch über einen längeren Zeitraum erfolgen.
Eine mögliche schrittweise Umstellung sieht beispielsweise so aus:
- Tag 1–3: 25 % neues Futter und 75 % bisheriges Futter
- Tag 4–6: 50 % neues Futter und 50 % bisheriges Futter
- Tag 7–9: 75 % neues Futter und 25 % bisheriges Futter
- Ab Tag 10: 100 % neues Futter
Dieser Ablauf ist lediglich eine Orientierung. Wie schnell die Umstellung erfolgen kann, hängt vom einzelnen Hund und davon ab, wie er auf das neue Futter reagiert.
Auch beim Wechsel von Nassfutter auf Trockenfutter sollte die Fütterungsmenge neu betrachtet werden. Aufgrund des unterschiedlichen Wasser- und Energiegehalts können sich die benötigten Mengen deutlich unterscheiden. Während der Umstellung sollte außerdem jederzeit frisches Wasser zur Verfügung stehen.
Veränderungen bei Kotkonsistenz, Appetit oder Verdauung können während einer Futterumstellung auftreten. Bei stärkeren oder anhaltenden Beschwerden sollte die Ursache jedoch tierärztlich abgeklärt werden.
Trockenfutter richtig lagern
Damit Trockenfutter nach dem Öffnen möglichst lange seine ursprüngliche Beschaffenheit behält, sollte es kühl, trocken und lichtgeschützt gelagert werden. Wärme, Feuchtigkeit, Licht und Luft können die Haltbarkeit und Beschaffenheit des Futters beeinflussen.
Am besten bleibt das Trockenfutter in seiner Originalverpackung. Wiederverschließbare Futtersäcke sollten nach jeder Entnahme wieder sorgfältig verschlossen werden. Zusätzlich kann der gesamte Futtersack in eine gut verschließbare Futterbox gestellt werden. So bleiben auch Angaben wie Mindesthaltbarkeitsdatum, Chargennummer und Zusammensetzung erhalten.
Wird Trockenfutter vollständig in einen anderen Behälter umgefüllt, sollte dieser trocken, sauber und gut verschließbar sein. Vor dem Einfüllen einer neuen Packung sollte der Behälter gereinigt und vollständig getrocknet werden.
Besonders wichtig ist der Schutz vor Feuchtigkeit und größeren Temperaturschwankungen. Feuchte oder stark wechselnde Lagerbedingungen können die Qualität des Futters beeinträchtigen und beispielsweise Schimmelbildung begünstigen.
Auch die Größe der Verpackung sollte zum tatsächlichen Verbrauch passen. Ein großer Futtersack ist nicht automatisch die bessere Wahl, wenn er nach dem Öffnen über einen sehr langen Zeitraum verbraucht wird. Angaben des jeweiligen Herstellers zur Lagerung und Haltbarkeit nach dem Öffnen sollten deshalb berücksichtigt werden.
Vor der Fütterung lohnt sich außerdem ein Blick auf das Futter. Ungewöhnlicher Geruch, Feuchtigkeit, Schimmel, Schädlingsbefall oder deutliche Veränderungen der Kroketten können darauf hinweisen, dass das Futter nicht mehr verwendet werden sollte.
Trockenfutter bei funem
Bei funem findest du verschiedene Trockenfutter der Eigenmarke funem für ausgewachsene Hunde mit unterschiedlichen Rezepturen und Proteinquellen. Dazu gehören beispielsweise Varianten mit Rind, Lamm oder Ente.
Bei der Auswahl geht es nicht darum, eine bestimmte Rezeptur grundsätzlich als die bessere darzustellen. Entscheidend ist vielmehr, welches Trockenfutter zu deinem Hund und deinen Vorstellungen von der Fütterung passt.
Auf den einzelnen Produktseiten findest du ausführliche Angaben zur Zusammensetzung, den analytischen Bestandteilen und der Fütterung. So kannst du die verschiedenen Trockenfutter miteinander vergleichen und selbst entscheiden, welche Variante für deinen Hund infrage kommt.
Häufige Fragen zu Trockenfutter für Hunde
Ist Trockenfutter für Hunde ein Alleinfuttermittel?
Antwort: Viele Trockenfutter werden als Alleinfuttermittel angeboten. Ob ein bestimmtes Produkt ein Alleinfuttermittel ist, lässt sich an der entsprechenden Kennzeichnung auf der Verpackung erkennen.
Wie viel Wasser sollte ein Hund bei Trockenfutter trinken?
Antwort: Wie viel ein Hund trinkt, ist individuell unterschiedlich und hängt unter anderem von Körpergröße, Aktivität, Umgebungstemperatur und der übrigen Fütterung ab. Frisches Trinkwasser sollte dem Hund jederzeit zur Verfügung stehen.
Ist getreidefreies Trockenfutter grundsätzlich besser?
Antwort: Nein. Die Bezeichnung „getreidefrei“ ist für sich allein kein Qualitätsmerkmal. Auch getreidefreie Trockenfutter enthalten häufig andere Stärkequellen wie Kartoffeln, Süßkartoffeln oder Erbsen.
Was bedeutet Monoprotein bei Trockenfutter?
Antwort: Bei einem Monoprotein-Trockenfutter wird in der Regel nur eine Tierart als tierische Proteinquelle verwendet. Für die genaue Einordnung sollte jedoch immer die vollständige Zusammensetzung betrachtet werden.
Was ist der Unterschied zwischen frischem und getrocknetem Fleisch im Trockenfutter?
Antwort: Frisches Fleisch enthält deutlich mehr Wasser als bereits getrocknete Fleischbestandteile. Prozentangaben zu frischem und getrocknetem Fleisch lassen sich deshalb nicht direkt miteinander vergleichen.
Wie lange ist geöffnetes Trockenfutter haltbar?
Antwort: Dafür gibt es keine einheitliche Zeitangabe für alle Trockenfutter. Entscheidend sind unter anderem Produkt, Verpackung und Lagerbedingungen. Die Angaben des jeweiligen Herstellers sollten deshalb beachtet werden.
Weiterführende Ratgeber & Quellen
- Nassfutter für Hunde – der große Ratgeber
Wer sich neben Trockenfutter auch über Nassfutter informieren möchte, findet dort ausführliche Informationen zu Auswahl, Zusammensetzung, Deklaration und Fütterung. - FEDIAF – Nutritional Guidelines for Complete and Complementary Pet Food for Cats and Dogs
- FEDIAF – Understanding Pet Food Labels
- FEDIAF – Code of Good Labelling Practice for Pet Food





